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Gut zu wissen

Kopfläuse

Kopfläuse sind lästig, aber harmlos. Wir erklären, wie Sie einen Befall erkennen, richtig behandeln und was Sie im Kindergarten oder in der Schule beachten müssen.

Kopfläuse – Hofer’sche Apotheke

Die Kopflaus ...

... ein ungeliebter Parasit

Die gute Nachricht zuerst:

Kopfläuse übertragen keine Krankheiten – und sind kein Zeichen mangelnder Hygiene.

️ Die weniger gute Nachricht:

Der Stich juckt unangenehm. Durch ständiges Kratzen kann sich die Kopfhaut entzünden.

Wie werden Kopfläuse übertragen?

Von Kopf zu Kopf. Die Übertragung passiert direkt, wenn Kinder z. B. die Köpfe zusammenstecken.
️ Keine Gefahr besteht über Abstand, Kämme oder Mützen.

Der medizinische Begriff für den Lausbefall lautet Pediculosis capitis. Am häufigsten betroffen: Kinder zwischen 3 und 11 Jahren – Mädchen etwas öfter als Jungen.

Vom Ei zur erwachsenen Laus

  • Ein Weibchen legt 100–300 Eier, die mit einem festen Klebstoff nahe der Kopfhaut ins Haar geklebt werden.

  • Die leere Eihülle heißt Nisse.

  • Nach 7–10 Tagen schüpft eine Larve, durchläuft zwei weitere Stadien und wird innerhalb von 3–4 Wochen zur ausgewachsenen Laus.

  • Sie ist flach, beweglich und etwa so groß wie ein Streichholzkopf.

Kopfläuse ernähren sich vom Blut der Kopfhaut. Ihr Speichel verhindert die Blutgerinnung – das juckt!

Woran erkenne ich einen Lausbefall?

  • Durch nasses Auskämmen mit einem feinen Kamm

  • Besonders genau im Nacken und hinter den Ohren schauen

  • Meist entdeckt man sie erst, wenn sich schon zahlreiche Tiere angesiedelt haben

So werden Sie die Plagegeister los

Meldung nicht vergessen! Ein Lausbefall muss im Kindergarten oder in der Schule gemeldet werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden.

Zwei Methoden zur Behandlung:

1. Nasses Auskämmen mit dem Nissenkamm

  • Nasses Haar Strähne für Strähne durchkämmen

  • Kamm regelmäßig auf Küchenkrepp ausstreichen

  • Dauer: über 4 Wochen, 2× pro Woche – sehr zeitaufwendig

2. Anwendung von Läusemitteln (z. B. Insektiziden)

  • Drei Gruppen: synthetisch, pflanzlich oder physikalisch wirkend (nicht körperwirksam)

Empfehlung des Robert Koch-Instituts:

Kombination aus Auskämmen + Mittel – an diesen Tagen:

  • Tag 1: Mittel + Auskämmen

  • Tag 5: Nur Auskämmen

  • Tag 8, 13, 17: Mittel + Auskämmen

(Quelle: PTA heute, S. 24–27)

Unsere Tipps aus der Apotheke

Lassen Sie sich bei der Wahl des richtigen Mittels beraten – es kommt auf diese Fragen an:

  • Wie alt ist die betroffene Person? (Nicht jedes Mittel ist für Kinder unter 12 verordnungsfähig)

  • Gibt es Allergien?

  • Sind Resistenzen gegen einen Wirkstoff bekannt?

Wichtig: Der häufigste Fehler ist, die Behandlung zu früh abzubrechen. Bitte halten Sie die empfohlenen Schritte genau ein!